Moderne Pulverbeschichtung – mehr als ein Trend!

In den letzten 25 Jahren ließen sich erhebliche Qualitätsveränderungen bei der Pulverbeschichtung feststellen, obwohl sich das Verfahren vom Prinzip kaum verändert hat. Das lässt sich insbesondere durch Innovationen bei der nasschemischen Vorbehandlung begründen. Diese sind eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass sich Pulverlacke mit den gestiegenen Anforderungen bezüglich Korrosionsschutz deutlich besser eignen als z.B. eine Nasslackierung. Hinzu kommt, dass die Pulverlackierung als Industriebeschichtung mittlerweile ein sehr umweltfreundliches Verfahren darstellt und damit auch in den nächsten Jahrzehnten eine hohe Bedeutung als Korrosion- und Design-Beschichtung für vielfältigste Anwendungsfälle haben wird.

Natürlich hat sich die Beschichtungstechnologie über die Jahrzehnte in Teilen auch weiterentwickelt. Insbesondere der Automatisierungsgrad hat sich verändert, die Beschichtungsprozesse werden stabiler und lassen sich bezüglich der Einstellparameter signifikant modifizieren. Auch die Pulverlacke haben sich qualitativ verändert, da den Herstellern immer bessere Bindemittel als Rohstoffe zur Verfügung stehen. 

Informieren Sie sich über die zahlreichen Vorteile einer modernen Pulverbeschichtung.

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Das richtige Rezept für Zukunftsfähigkeit und Wachstum

H.P. Kaysser wächst und plant für die Zukunft. Eine neue Pulverbeschichtungsanlage schafft Flexibilität für die wirtschaftliche Beschichtung kleiner und großer Werkstücke in Einzel- oder Serienproduktion.

In den letzten 30 Jahren konnte der Automatisierungsgrad des Beschichtens sowie begleitender Prozesse wie etwa des Farbwechsels und der Anlagenreinigung so weit vorangetrieben werden, dass moderne Pulverbeschichtungsanlagen nahezu konkurrenzlos sind, wenn es um die Erfordernisse der „Industrie 4.0“ geht: maximale Flexibilität für eine wirtschaftliche Produktion selbst kleiner und kleinster Serien bis hinunter zur „Losgröße 1“!

Wachstum sichern, Flexibilität erhöhen
Die grundlegende Modernisierung und Anpassung der Pulverbeschichtungskapazitäten an aktuelle und zukünftige Anforderungen hatte Thomas Kaysser, Sohn des Firmengründers und Geschäftsführer von H.P. Kaysser, schon längere Zeit beschäftigt, als er seinem Sohn Timm im Frühjahr 2015 die Verantwortung für Planung und Bau der neuen Anlage übertrug. „Wir waren auf der Suche nach dem richtigen Rezept für die hochwertigste Beschichtung in einem optimalen Prozess“, erinnert sich Timm Kaysser. „Dafür brauchten wir zum einen die besten Zutaten für die Erkennung und Codierung der Werkstücke, für Transport, die Vorbehandlung, Maskierung und Beschichtung. Und zum anderen eine intelligente Steuerung, die alles miteinander verknüpft.
Entsprechend fasste das Lastenheft folgende Anforderungen zusammen:

  • sichere Investition in langfristig zukunftsfähige Technologie
  • höchste Flexibilität in der Fertigung
  • Maximierung von Umweltschutz und Nachhaltigkeit
  • Schaffung ausreichender Kapazitäten, um alle im Haus gefertigten Bauteile – unabhängig von deren Größe und Gewicht – in der eigenen Anlage beschichten zu können
  • Schaffung weiterer Kapazitäten, um Fremdaufträge als Lohnbeschichter generieren zu können H.P. Kaysser wächst und plant für die Zukunft. Eine neue Pulverbeschichtungsanlage schafft Flexibilität für die wirtschaftliche Beschichtung kleiner und großer Werkstücke in Einzel- oder Serienproduktion.

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Technik vom Feinsten

Die eingesetzte Dichtstromtechnologie bietet gegenüber dem herkömmlichen Venturi-Prinzip entscheidende Vorteile. Durch das Druckluft-sparende Verfahren wird viel weniger Energie verbraucht.
Das Farbpulver kann zudem extrem fein zerstäubt werden, was bei einer Beschichtung – vor allem bei Bauteilen mit komplexer Geometrie – deutlich bessere Oberflächenqualitäten ermöglicht. Eine mehrstufige Vorbehandlung, computergesteuerte Förderlinien und eine hocheffiziente Trocknungseinheit sind perfekt aufeinander abgestimmte Prozesseinheiten.

Qualität in jedem Detail

Lediglich sehr komplexe Bauteile oder Teile mit besonderen Kundenvorgaben werden von geschulten Lackierern noch per Hand lackiert. Der überweigende Teil kann in der neuen Anlage vollautomatisch beschichtet werden. Dies garantiert ein Höchstmaß an Qualität und schnelle Beschichtungszeiten. Durch das ausgeklügelte Fördersystem mit mehreren Linien kann auf besondere Anforderungen oder individuelle Kundenwünsche jederzeit flexibel reagiert werden. Eine 6-Zonen Vorbehandlung garantiert höchste Oberflächengüte, verschiedene Puffer- und Sortierspeichermöglichkeiten bieten enorme Flexibilität im Prozessablauf.

Dimensionen, die begeistern

Die neue Anlage bietet die Möglichkeit deutlich größere und schwerere Teile zu beschichten. In der ersten Ausbaustufe können Bauteile mit bis zu 350 kg pro Warenträger durch die Anlage laufen. Die Abmessungen von 2,5 m x 1,0 m x 1,5 m (LxBxH) können sich ebenfalls sehen lassen. 

Der zweite Bauabschnitt zur Großteile-Beschichtung ist aktuell im Bau. Die Inbetriebnahme ist auf Ende 2020 geplant.
Mit der zusätzlichen Anlage werden die Dimensionen noch einmal signifikant vergrößert. 4,0 m x 2,0 m x 2,2 m bei 2000 kg pro Warenträger sprechen eine deutliche Sprache.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Hier können Sie sich die Anlage in Betrieb anschauen.

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Prozesssicherheit hat oberste Priorität

Die Integration der Anlage in den bestehenden Prozessablauf erfolgte in mehreren, präzise geplanten Schritten. Nach einer mehrmonatigen, erfolgreichen Testphase, mit stetiger Erhöhung der Kapazitäten, wurden die bisherigen Anlagen Ende 2018 Stück für Stück abgelöst.
Die Sicherheit aller Produktionsprozesse und die Wirtschaftlichkeit für unsere Kunden stehen dabei immer an erster Stelle.

Seit Mitte 2019 können nun alle gefertigten Bauteile durch die neue Anlage komplett im eigenen Werk weiterverarbeitet werden. Einige Teile müssen zudem nicht mehr zu Fremdbeschichtern gefahren werden, die zum Teil bis zu 200 km entfernt waren.
Das schont nicht nur die Umwelt, sonder stellt zudem durch die Zeit- und Kostenersparnis einen großen Kundenvorteil dar.

Der Mix aus Erfahrung und neuen Ideen als Schlüssel zum Erfolg.

Als die letzte Pulverbeschichtungsanlage auf dem Firmengelände vor über 35 Jahren geplant und gebaut wurde, war es eines der größten Projekte für den damals noch jungen Firmeneigentümer und Unternehmer Thomas Kaysser. Diese neue Anlage wurde nun komplett unter der Regie von Timm Kaysser konzipiert und realisiert.

"Wir können nun deutlich größere und vor allem schwerere Teile in höchster Qualität beschichten. Dass alle gefertigten Bauteile in Zukunft komplett im eigenen Werk weiterverarbeitet werden können, ist ein großer Vorteil für uns und unsere Kunden und sichert zudem langfristig Arbeitsplätze."

Timm Kaysser

"Man lernt bei solch einem Projekt jeden Tag etwas Neues dazu, das war früher schon so und ist heute nicht anders. Unsere Anlage ist mit dem modernsten Funktionsprinzip ausgestattet, das derzeit auf dem Markt erhältlich ist. Das trägt unserem Qualitätsanspruch als Vorreiter der Branche Rechnung."

Thomas Kaysser

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